Risiko, Unsicherheit und die Grenzen der Marktpreisbildung

Datum26 Mai 2026
KategorieNews

Die moderne Finanzwelt beruht auf einer einfachen Annahme: Risiken lassen sich messen, bepreisen und übertragen. Doch die Grenze zwischen Risiko und reiner Unsicherheit ist nicht klar gezogen. Was die Märkte heute als Risiko einpreisen, kann sich morgen als Unsicherheit erweisen, etwa wenn sich bestehende Regime verändern, Korrelationen aufbrechen oder strukturelle Veränderungen historische Daten an Aussagekraft verlieren lassen. In diesem SFI-Roundup untersuchen fünf Experten aus Wissenschaft und Praxis diese sich verschiebende Grenze. Sie erörtern, warum Risikoprämien existieren, wie delegierte Vermögensverwaltung das Eingehen von Risiken beeinflusst, weshalb Diversifikation sowohl unverzichtbar als auch unvollkommen ist und wie sich Anfälligkeiten in die weniger transparenten Bereiche des Systems verlagern. Ihr Austausch zeichnet das Bild eines Systems, das bekannte Risiken zunehmend differenziert bepreist und steuert, zugleich aber weiterhin mit jenen ringt, die sich einer Messung entziehen.

Der neuste SFI-Roundup bietet praxisnahe und wissenschaftliche Einblicke in dieses Thema, mit Beiträgen von Yves Bonzon, Group Chief Investment Officer und Mitglied des Global Wealth Management Committee bei Julius Bär; SFI Prof. Pierre Collin-Dufresne, Finanz-Professor an der EPFL, die Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne; Renato Flückiger, Chief Investment Officer und Leiter Investments bei der Valiant Bank; Dr. Pascal Froidevaux, Discretionary Portfolio Manager und Managing Director bei der Union Bancaire Privée; und SFI Prof. Amit Goyal, Finanz-Professor an der Universität Lausanne.

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