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When Wall Street’s love for Trump may end

Posted by
Swiss Finance Institute
on
Tuesday, March 7, 2017 - 08:00

English Version―When Wall Street’s love for Trump may end

The US stock market has risen substantially since Donald Trump was elected 45th President of the United States. A deeper look, however, reveals that speculation regarding the new president’s future economic policies has had widely disparate impacts on different companies―and tells us why the market’s rise might not be of a lasting nature.

 

Swiss Finance Institute Professor Alexander Wagner from the University of Zurich and coauthors Professor Richard Zeckhauser (Harvard University) and Alexandre Ziegler (University of Zurich) analyzed the performance of S&P 500 stocks from the day after the election on 8 November through year-end 2016. The anticipation of the positive impact of corporate tax cuts on high-tax companies was apparent in stock returns on the first day after the election. One implication of this is that if by, say, the beginning of summer 2017 it is not extremely likely that these tax cuts will in fact be implemented, the market could plummet. The stocks of internationally oriented US firms reacted negatively to the election, though the market took more time to recognize the potential problems of a more aggressive US trade policy. The authors also observe that following the election low-beta industries (beer, tobacco, food products, and utilities) were among the losers, while cyclical industries tended to be among the winners, suggesting that the market expects strong economic growth. Right now, the economy seems to be doing well. If things turn downward slightly, however, a swift downdraft in the market seems likely. The one prediction that can be made with greater certainty is that significant policy surprises are to come, and thus that significant stock prices changes lurk in the near- and not-so-near-term future.  

 

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German Version―Wann Wall Street’s Liebe für Trump enden könnte

Entgegen den Erwartungen entwickelte sich die Wall Street nach dem überraschenden Wahlsieg von Donald Trump stark positiv. Eine nähere Analyse zeigt allerdings, dass Unternehmen sehr unterschiedlich auf erwartete wirtschaftspolitische Entwicklungen reagierten―und warum der Anstieg der Börsenkurse ein jähes Ende erfahren könnte.

 

Swiss Finance Institute Professor Alexander Wagner von der Universität Zürich hat zusammen mit Professor Richard Zeckhauser (Harvard University & NBER) und Alexandre Ziegler (Universität Zürich) die Aktienkursentwicklung der 500 US-Unternehmen, die in dem Börsenindex S&P 500 vertreten sind, vom Tag nach der Wahl am 8. November 2016 bis Ende 2016 untersucht. Die erwarteten Unternehmenssteuersenkungen wurden von der Börse relativ schnell eingepreist, das heisst Unternehmen mit bis anhin hoher Steuerbelastung profitierten. Das bedeutet umgekehrt: Sollte es zum Beispiel zu Beginn des Sommers 2017 nicht äusserst wahrscheinlich erscheinen, dass diese Steuerreform tatsächlich umgesetzt wird, könnte der Markt abstürzen. Exportorientierte Unternehmen reagierten auf das Wahlergebnis negativ, doch brauchte der Markt längere Zeit, um die möglichen Probleme der aggressiveren Handelspolitik der USA zu erkennen. Zu den Gewinnern zählten zyklische Werte, welche gegenüber risikoarmen Titeln bevorzugt wurden. Aktien mit einem tiefen Beta, das heisst dem Markt nicht stark ausgesetzten Branchen, gehörten zu den Verlierern. Dazu zählen die Sektoren Bier, Tabak, Nahrungsmittel und Versorgungsbetriebe. Der Markt scheint starkes Wirtschaftswachstum zu erwarten. Sollten diese Erwartungen angezweifelt werden, kann es zu einem raschen Kurszerfall kommen. Ob die Trump-Euphorie des Aktienmarkts nachhaltig ist, wird sich also zeigen. Sicher ist nur: Weitere politische Überraschungen und Aktienreaktionen werden in naher Zukunft folgen.

 

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